Rasenmäher einwintern

 


Der erste Griff zum Rasenmäher im Frühjahr sollte ein freudiger sein. So etwas gelingt vor allen Dingen dann, wenn er zum Ende der Rasenmäher-Saison im späten Herbst oder Winter noch einmal fachgerecht gewartet und eingewintert wurde. Nur dann kann man relativ sicher davon ausgehen, dass er im Frühling wie gewohnt sofort anspringt und dem Rasen zu einem neuen und frischen Look verhilft durch scharfe, gereinigte Klingen.

Nicht alle Rasenmäher können vom Laien selbst gewartet werden. Wer sich grundsätzlich nicht so an technische Arbeiten heranwagt, der sollte dies lieber dem Fachmann überlassen. Die ein oder andere leichte Arbeit fällt jedoch bei fast jedem Modell an und kann auch ganz einfach selbstständig durchgeführt werden.

Der Hobbygärtner, der seinen Haus- oder Kleingarten pflegt, besitzt meistens einen Sichelmäher mit Elektro- oder Benzinmotor. Man erkennt ihn an dem scharfen, rotierenden Messer, das auf diese Art und Weise das Gras abschlägt.

Bei Sichelmähern können folgende Arbeiten selber ausgeführt werden:

  1. Bevor Sie mit den Wartungsarbeiten beginnen, ist die erste Handlung das Abziehen des Zündkerzensteckers aus Sicherheitsgründen. Dieses ist natürlich nur relevant bei Benzinmotoren. Bei Elektromotoren sollte das "Stecker ziehen" vor der Wartung ebenfalls selbstverständlich sein.
    Suchen Sie sich die Bedienungsanleitung des Herstellers heraus uns lesen Sie einmal die Pflegeanleitung für ihr Modell durch. Im Zweifelsfall an die Herstellerempfehlung halten.

  2. Beim Benzinmotor nach dem letzten Mähen im Jahr den Tank leeren. Am einfachsten geht dies durch leer laufen lassen. Befüllen Sie einfach den Tank vor dem letzten Mähen nicht mehr voll, so dass Sie den Rest verbrauchen können. Über den Winter oder auch wenn der Rasenmäher aus anderen Gründen länger steht, besteht ansonsten die Gefahr, dass die leicht entflammbaren Teile im Gemisch verfliegen und das Gerät im Frühjahr deswegen nicht mehr anspringt.

  3. Nach einer Saison ist ein Ölwechsel grundsätzlich sehr zu empfehlen. Diesen möglichst zeitnah zum letzten Mähen durchführen, damit der Motor noch warm ist. Dadurch ist das alte Öl noch dünnflüssiger und transportiert auch alle alten Ablagerungen leichter mit nach draussen. Das Altöl komplett auffangen und beim Ölhändler fachgerecht entsorgen lassen. Nun wieder neues Öl auffüllen (siehe Herstellerempfehlung) und bei abgezogenem Zündkerzenstecker einige Male den Anlasser betätigen. Auf diese Weise gelangt neues Öl in die Ölkanäle und spühlt das Altöl heraus.

  4. Alle Geräte mit luftgekühlten Motoren sollten gereinigt werden. Hierfür die Haube abnehmen und mit einem Pinsel oder, wenn vorhanden, mit Pressluft säubern. Außerdem den Luftfilter wechseln. Der Wechsel sollte je nach Benutzung auf jeden Fall einmal im Jahr geschehen. Die Häufigkeit hängt von der Sandaufwirbelung beim Mähen ab. Die meisten Rasenmäher haben heute einen sehr feinporigen Papierfilter. wenn dieser nur gereinigt werden soll, dann einfach durch ausklopfen. Alles andere würde das Material angreifen oder zerstören. Schauen Sie sich den Filter bei der Gelegenheit gut an. Sollte er nass sein, ist dies eventuell ein Hinweis darauf, dass der Motor Öl frisst. In dem Fall vorsichtshalber einen Fachmann darauf schauen lassen. Weit weniger verbreitet sind Kokosfilter oder Filterschämme, die zur Reinigung einfach ausgewaschen, getrocknet und erneut mit Öl getränkt werden. Dafür muss man sie wesentlich häufiger reinigen wie Papierfilter.

  5. Ein weiteres Verschleissteil ist die Zündkerze. Auch diese sollte einmal pro Jahr ausgewechselt werden. Schauen Sie sich die alte Zündkerze genau an. Bei guter Motoreinstellung sieht sie braun aus. Haben Sie eher eine ziemlich schwarze Zündkerze vor ihren Augen, dann wäre eine Überprüfung der Motoreinstellung vom Fachmann ratsam.

  6. Gestänge, Leitungen und Bowdenzüge einer Sichtkontrolle unterziehen auf Beschädigungen. Alle diese Teile lassen sich natürlich selbstständig auswechseln. Da sie aber hinterher neu justiert werden müssen, überlassen die meisten solche kleinen Reparaturen doch dem Fachhändler, der über entsprechendes Know-how und vor allem die echten Markenersatzteile verfügt.

  7. Zu guter letzt widmet man sich der Unterseite des Mähers und der Räder. Legen Sie dazu den Rasenmäher auf die Seite. (Achtung: Unbedingt in der Bedienungsanleitung nachlesen auf welche!) In den meisten Fälle ist dies die rechte Seite in Fahrtrichtung gesehen.
    Nun können Sie vorsichtig das Sichelmesser abbauen, indem Sie einfach die Schraube in der Mitte lösen. Vorsichtshalber empfiehlt es sich, das Messer vorher mit einem Holzklotz zu blockieren, um unvorhergesehenen Unfällen vorzubeugen. Lassen Sie das Messer vom Fachmann wieder auf Vordermann bringen, denn dazu gehört nicht nur das professionelle Schleifen, sonder in den meisten Fällen auch das Auswuchten. Schließlich kann man nicht allen Steinchen und harten Wurzeln entgehen.
    Jetzt können sie das Gehäuse von unten mit einem Spachtel und einer Bürste oder einem Handfeger von Grasresten reinigen. Metallgehäuse auf Rostflecken überprüfen. Steinschlag lässt sich nun mal nicht verhindern. Diese bei Bedarf mit Rostschutzfarbe behandeln und die Metallteile mit öl bestreichen als Oxidationsschutz für den Winter. Auch die Räder werden einmal abgebaut, gereinigt und anschließend gefettet.



Wenn Sie alles beachtet, kontrolliert und gereinigt haben, sollte Ihr Rasenmäher fit für den nächsten Frühling und die folgenden sein.



Der Spindel- oder Walzenmäher ist natürlich vor allem bei den männlichen Gartenliebhabern sehr hoch im Kurs. Nur sind diese Mäher auf Grund ihrer Größe häufig nicht für den normalen Hausgarten kompatibel. Man findet sie dann doch eher im Bereich von Parkanlagen, Golf- oder Fußballplätzen.
Hier trotzdem auch noch ein paar Hinweise für die Fans der Mini-Traktoren:

  1. Abgesehen von der Größe und daraus resultierend höherem Gewicht,etc., wird ein Spindelmäher genauso gewartet wie der Benzin-Sichelmäher. Man benötigt für manche Dinge nur leider eine Hebebühne oder Montagegrube, weswegen die Wartung doch eher der Fachwerkstatt übergeben wird.

  2. Einige Dinge lassen sich aber dennoch selbstständig durchführen: Den Tank entleeren und Ölwechsel beispielsweise. Außerdem kann der Motorraum mit Hilfe eines Kompressors gereinigt werden.

  3. Die Batterie ausbauen. Mit einer Drahtbürste reinigen. Anschließend mit einem Batterieladegerät aufladen und an einem trockenen und kühlen Ort lagern.

  4. Die Walzen ausbauen und reinigen. Sollten die Scheren nicht mehr scharf sein, diese vom Fachmann schleifen lassen. Die Walzen unbedingt einölen, um Oxidation zu vermeiden. Anschließend alles wieder an Ort und Stelle bauen und der Rasenmäher ist bereit für die nächste Saison.