Ernteglück

 

Im Grunde genommen beginnt die Erntezeit im Freiland schon im späten Juni und endet erst, wenn das letzte Wintergemüse verbraucht wurde, denn es gibt durchaus Gemüsesorten, die Frost vertragen oder sogar benötigen. Vor allem ab Mitte August kommt man mit dem Ernten und Verarbeiten manchmal nicht mehr wirklich hinterher. Dir Keller füllen sich mit Wintervorräten und aus der Küche weht manch verheißungsvoller, berauschender Geruch, der künftige kulinarische Hochgenüsse verspricht!




Trotz all dieser Freuden sollte nicht darüber hinweggegangen werden, dass dahinter wirklich harte Arbeit von früh bis spät steht. Für einen Hobbygärtner, der voll im Berufsleben steht, ist diese Masse an Erntearbeit alleine und nur abends oder am Wochenende oft einfach nicht machbar. Dann sieht man schon Mal die abgefallenen Äpfel, Birnen und Zwetschgen am Boden vergammeln.

Dazu ein kleines Wort des Trostes: "Nichts ist vergeblich!".
Auch das Fallobst erfüllt seinen Zweck. Ob Sie selber es doch noch sammeln und zu Saft verarbeiten oder ob es als Nahrungsquelle für Vögel, Insekten und anderes Kleintier dient oder gar verrottend wieder zu gutem Kompost wird, der den Pflanzen der nächsten Saison nützlich ist. Im Garten folgt alles einem sinnvollen wiederkehrenden Kreislauf, der im Grunde genommen ganz wunderbar auch ohne das Eingreifen des Menschen funktioniert.

Ein paar allgemeine Tips zum Gelingen einer guten Ernte:

  • Das Abernten von Bäumen und Sträuchern sollte man immer an der nach Süden zugewandten Seite beginnen, da die Früchte dort als erstes reif werden,weil sie die meiste Sonne abbekommen.
  • Alle Beeren immer mit Stiel ernten und diesen erst kurz vor dem Verzehr oder der Verarbeitung entfernen. Sie bleiben dann deutlich länger frisch und sind geschützter gegen Fäulnis, die leicht durch die ansonsten entstehende Öffnung eindringen.
  • Gleiches wie für die Beeren gilt auch für Kern- Steinobst. Vor allem für Äpfel und Birnen, die eingelagert werden sollen.
  • Nur Früchte zum Einlagern verwenden, die völlig unversehrt also ohne Fraß-, Pilz- oder Druckschäden sind. Dies gilt nicht nur für das Kernobst, sondern auch für Kohl ganz besonders. Dieser fault nämlich unbemerkt gerne im Inneren.
  • Generell sollte immer alles möglichst trocken geerntet werden, um vor Schimmelbildung vorzubeugen.
  • Nur das Obst und Gemüse, das gleich genossen wird, sollte im vollreifen Zustand geerntet werden. Möchte man Einlagern oder Haltbarmachen, dann sind noch nicht ganz reife Früchte geeigneter. Dieses hat etwas mit dem Zuckergehalt zu tun, der bei voller Reife in Stärke umgewandelt wird und dadurch den Geschmack beeinflusst.
  • Auch Gurken und Zucchini wünschen eine Sonderbehandlung und möchte sorgsam mit Messer oder Schere geerntet werden. Durch die Verletzung der Pflanze beim Abpflücken kann der Ertrag deutlich rückläufig werden, wenn man dieses nicht beachtet.

Wer genauere Anweisungen über das Einlagern von Obst und Gemüse haben möchte, der findet hier (pflanzen-ueberwintern.de) ausführliche Informationen.

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